In diesem Bericht geht es um eine mafia-artig organisierte Gruppe von Betrügern, die dir und mir, deinen und meinen Freunden und Bekannten auf die Nerven gehen und dabei Millionen verdienen mit ihren Trickbetrügereien.
Es geht aber auch um ein paar Menschen, die früher auch Opfer dieser Trickbetrüger geworden sind und die das nicht hinnehmen wollten, die es einfach nicht ertragen können, dass die Mafia am Schluss immer siegen soll.
Ein engagierter Journalist wird von der Adressbuchbetrüger-Mafia fertig gemacht
Die Geschichte, um die es in diesem Bericht geht, beginnt im Jahre 2005. Das Beschwerdezentrum (Das Beschwerdezentrum - Der aktuelle LeiDartikel) wurde damals von dem Dokumentarfilmer Michael Plümpe um Hilfe gebeten: Plümpe hatte in jahrelanger Arbeit die Szene der Branchenbuch- bzw. Adressbuchverlage analysiert und war dabei auf eine Vielzahl sog. 'schwarzer Schafe' gestoßen. Auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage dokumentierte er das Geschäftsgebaren dieser schwarzen Schafe und gab den Opfern Tipps, wie sie sich erfolgreich gegen die Machenschaften dieser Betrüger wehren konnten. Er wurde völlig überrascht von der Heftigkeit der Reaktion und der Skrupellosigkeit der Akteure, die sich mit einem hohen Maß an krimineller Energie dagegen zur Wehr zu setzen versuchten, dass ihre Machenschaften nicht nur öffentlich kritisiert, sondern dass auch sogar noch Tipps für eine wirksame Gegenwehr gegeben wurden. In konzertierten Aktionen organisierten sie eine beispiellose Hetzjagd, die ihn zermürben und (zunächst nur) wirtschaftlich ruinieren sollte. Aber dies wollte nicht gelingen, denn Michael Plümpe war nicht so leicht einzuschüchtern. Daher griffen sie zu einem perfiden Mittel: Seine Familie (Frau und Kinder) wurde mit in die Hetzjagd einbezogen und damit ging es nicht mehr nur darum, ihn wirtschaftlich zu ruinieren: Nun war das Ziel, die soziale Integrität seiner ganzen Familie zu zerstören.
In dieser Situation wandte Plümpe sich an das Beschwerdezentrum und bat die Redaktion, seine Dokumentation über das Geschäftsgebaren in der Szene der Branchenbuch- und Adressbuchverlage in das Beschwerdezentrum zu integrieren. Eine Bitte, der die Redaktion umgehend entsprach. (Siehe dazu folgenden Bericht bei heise-online vom 26. 6. 2005: heise online - 20.06.05 - Informationsseite zum Adressbuchbetrug umgezogen) Es dauerte nur wenige Tage und nun wurde das Beschwerdezentrum zur Zielscheibe übler Attacken (siehe dazu unseren im Juni 2005 erschienenen Bericht Law Hunting: Wie Adressbuchschwindler verhindern, dass ihre Machenschaften öffentlich kritisiert werden unter Das Beschwerdezentrum - Artikel zum Thema Trickbetrug und Adressbuchbetrug ).
Die Seitenbetreiber schützen sich vor der Adressbuchbetrüger-Mafia und gehen 'in den Untergrund'
In der Redaktion war dieser Schritt nicht unumstritten. Es kam zu kontroversen Diskussionen über die Dokumentation von Michael Plümpe. Ein Redaktionsmitglied verlangte schließlich, dass Plümpes Dokumentation von der Homepage des Beschwerdezentrums gelöscht werden müsse, denn die mit der Verantwortung für diese Dokumentation verbundenen wirtschaftlichen und persönlichen Risiken seien unkalkulierbar und damit unvertretbar. Auf Drängen dieses Mitglieds wurde die Dokumentation von Michael Plümpe von der Homepage des Beschwerdezentrums gelöscht.
Einige der Mitstreiter bzw. Redaktionsmitglieder konnten sich nicht damit abfinden, dass 'die Mafia' (mal wieder) durch skrupellose Anwendung krimineller Methoden den Sieg davon tragen sollte. Sie beschlossen, die Dokumentation in eigener Verantwortung und auf einer eigenen Homepage weiter zu führen. Um den zermürbenden Angriffen, wie Plümpe sie hatte erdulden müssen, zu entgehen, entschlossen sie sich, die Homepage auf einem Server im Ausland zu hosten, vom Ausland aus zu betreiben und als Betreiber dabei namentlich nicht in Erscheinung zu treten. Das funkitonierte auch bis Herbst 2007 problemlos. Mitte 2005 hatte nämlich eine Bürgerrechtlerin mit dem Beschwerdezentrum Kontakt aufgenommen. Sie hatte gelesen, dass das Beschwerdezentrum nicht nur Opfer von Hacker-Attacken wurde, sondern auch von Angriffen deutscher Ermittlungsbehörden auf die Pressefreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung bedroht war (siehe hier die Titelseite des Beschwerdezentrums, wie sie im Webarchiv im März 2005 gespeichert wurde: Das Beschwerdezentrum - gespiegelt bei www.beschwerdezentrum.org ). Sie bot ihre Hilfe an - vermutlich, weil sie sich in den USA sicher fühlte, was das Recht auf freie Meinungsäußerung angeht.
Sie registrierte eine Homepage mit dem Domainnamen 'gegenjustizunrecht', und zwar sowohl in Russland unter gegenjustizunrecht.ru als auch in Vanuatu unter 'gegenjustizunrecht.vu', deren Sinn sie auf der Titelseite folgendermaßen beschrieb: "Bei dieser Seite handelt es sich um eine private Homepage: Hier sollen mal mehr mal weniger brisante Informationen über Missstände bei Wirtschaft, Justiz und Behörden in Deutschland, österreich und der Schweiz öffentlich gemacht werden. Die Informationen kommen teilweise direkt aus dem Internet und sind auf sog. justizkritischen Seiten zu finden. Zuweilen dürfen dort aufgrund der rechtlichen Bestimmungen in dem jeweiligen Land (speziell Deutschland) bestimmte Informationen nicht oder nicht mehr verbreitet werden. Solche Informationen werden hier publiziert, wenn ich den Eindruck habe, dass sie von öffentlichem Interesse sind. Teilweise handelt es sich bei den hier publizierten Informationen auch um solche, die zu veröffentlichen für die betroffenen Personen unmöglich ist oder mit der Gefahr von Repressionen bzw. unberechtigten Schadenersatzklagen verbunden wäre. Ich selbst möchte und muss zur Vermeidung von Repressionen ebenfalls anonym bleiben. Nur soviel: Ich heiße Ines und wohne derzeit in New York." (Hier der Link zur Titelseite im Webarchive: Perversion des Rechts in Deutschland - Perversion of Justice in Germany .)
In diese Seite wurde die Dokumentation von Michael Plümpe integriert (siehe den Eintrag im Webarchiv vom 8. 12. 2005: Perversion des Rechts in Deutschland - Perversion of Justice in Germany ). Und von der Homepage des Beschwerdezentrums wurde die Dokumentation vor Gründung des Vereins beschwerdezentrum.org gelöscht. (Siehe die Ankündigung der Löschung, wie sie aus einem Eintrag im Webarchiv vom 6. 9. 2005 hervor geht: Das Beschwerdezentrum - gespiegelt bei www.beschwerdezentrum.org )
Aktuell ist die Dokumentation unter der Domain www.verbraucherabzocke.info abrufbar, von Mitstreitern und Sympathisanten auf vielfache Weise gespiegelt, zum Beispiel bei Dies ist eine Spiegelseite zu verbraucherabzocke.info oder Dies ist eine Spiegelseite zu verbraucherabzocke.info
DDoS-Attacken als neues Kampfmittel
Als die Adressbuchbetrüger-Mafia bemerkte, dass ihre bisherige Strategie nicht mehr so recht funktionieren wollte, griffen sie zu einem neuen Mittel: Sie versuchten, die Seiten 'platt zu machen'. Das betraf nicht nur die Seiten zum Branchenbuch- und Adressbuchbetrug, sondern viele Verbraucherschutz-Seiten. Siehe einen Bericht im STERN unter Hacker-Angriffe auf Verbraucherschutz-Seiten - Computer-technik - STERN.DE
Der Schutz gegen derartige DDoS-Angriffe ist teurer als diese kleine Redaktion es sich auf Dauer leisten kann.
Was die Redaktion benötigt, ist die Solidarität der Internet-Gemeinde. Diese Internet-Gemeinde kann mit ein paar Diskussionen in unterschiedlichen Foren und mit ein paar Hinweisen für Betroffene, wie sie sich gegen diese Betrügereien schützen können, dafür sorgen, dass die Mafia ausnahmsweise einmal nicht den Sieg davon trägt. Es geht darum zu verhindern, dass die Informationen, die auf diesen Seiten gesammelt sind, unzugänglich werden, weil die Mafia mal wieder stärker ist. Sie setzen Provider unter Druck, sie bezahlen DDoS-Attacken, sie setzen Privatdetektive auf die Mitglieder der Redaktion an, sie verschicken Drohbriefe und sie machen ihre Drohungen auch wahr (siehe den Bericht über eine Rufmordkampagne unter Die kriminelle Bande der Adressbuchbetrüger hat zugeschlagen ).
Die Menschen, die von diesen betrügerischen Machenschaften betroffen sind, müssen wissen, wo sie Hilfe finden können:
www.verbraucherabzocke.info
Dies ist eine Spiegelseite zu verbraucherabzocke.info
Dies ist eine Spiegelseite zu verbraucherabzocke.info
Und sie müssen wissen, dass sie per Email immer erfahren können, wo diese Informationen aktuell zu finden sind, wenn die oben genannten Domains unter der Last massiver DDoS-Attacken zusammen gebrochen sein sollten: attackenabwehr@gmail.com. Wenn sie an diese Adresse eine Email schicken mit dem Wort "Info" in der Betreffzeile, erhalten sie umgehend eine automatisierte Antwortemail, in der sie erfahren, wo die von der Redaktion bereit gestellten Informationen aktuell abrufbar sind.
Horst
